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Evamaria Schaller
(*1980 in Graz, lebt und arbeitet in Köln)

Eröffnung  mit  Künstlergespräch  6.6.2015  19 Uhr  |  Kuratorenführung  7.6.2015  11 Uhr

Die Videoarbeiten für die Ausstellung Turn the Corner wurden von der Künstlerin während eines Aufenthaltes in Münster im Vorfeld der Ausstellung ortsspezifisch konzipiert. In ihren Arbeiten eignete sich Schaller dafür signifikante öffentliche Plätze des Münsteraner Stadtraums an, so u.a. den Hafen, den Prinzipalmarkt und den Ausstellungsraum in der Fresnostraße selbst. Die Stadt Münster ist in den Videoarbeiten der Österreicherin jedoch mehr als nur reine Kulisse – auch die Besonderheiten Münsters und das soziale Gefüge seiner Bewohner werden darin künstlerisch zum Ausdruck gebracht.

Geboren 1980 in Graz studiert Evamaria Schaller zunächst MultiMediaArt in Salzburg und Film an der FAMU in Prag. Nach dem Abschluss wechselt sie 2002 an die University of Applied Sciences Salzburg und schließt 2006 mit dem Diplom in Medienkunst ab. Von 2007 bis 2011 absolviert sie ein Postgradualstudium für Film- und Kunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Sie ist Mitbegründerin des PAErsche Performance Aktionslabors. Seit 2011 lebt und arbeitet die Künstlerin in Köln und wurde bereits mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet. In Film, Fotografie, Installation und Performance verwendet Evamaria Schaller ihren eigenen Körper, um ihre künstlerische Sprache immer wieder von Neuem zu hinterfragen. Oftmals verlaufen die Grenzen von Medium und Genre fließend.

Das Medium Film nutzt Schaller sowohl als dokumentarisches Instrument als auch als Videoperformance. Die Live-Performances behandeln alltägliche Handlungen, die ins Absurdegeführt werden. Dabei entstehen Verformungen von Inhalten durch den menschlichen Körper. Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist die performative Auseinandersetzung mit dem (öffentlichen) Raum. Im Mittelpunkt steht dabei die Beziehung zwischen Raum und Betrachter. Der Raum als soziales Gefüge wird in Frage gestellt und reflektiert. So geschehen in ihren Videoperformances Tolle-e-Wut, garde-à-vous für das KIS (Kunst Im Schaufenster) in Wien 2014. Auf dem Yppenplatz in der österreichischen Hauptstadt hat die Künstlerin in verschiedenen Performances die Passanten als Betrachter selbst Teil der Aktion werden lassen und die Grenze vom Kunstraum durchbrochen.

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